Wasser Darmgesundheit, warum wasser so wichtig ist in der GAPS Ernährung

Warum Wasser mehr ist als nur trinken – die Basis für GAPS & Darmgesundheit

Wer sich mit GAPS beschäftigt, beginnt viele Dinge zu hinterfragen.

Woher kommt das Fleisch? Ist das Gemüse möglichst unbehandelt? Welche Fette verwende ich? Wie bereite ich Lebensmittel möglichst ursprünglich zu? Plötzlich werden Dinge wichtig, über die man sich vorher kaum Gedanken gemacht hat.

Ein Lebensmittel bleibt dabei jedoch erstaunlich oft außen vor: unser Trinkwasser.

Dabei trinken wir Wasser nicht nur. Wir verwenden es täglich zum Kochen, für Fleischbrühen, Suppen und Tee oder zum Ansetzen fermentierter Lebensmittel. Genau die Lebensmittel also, mit denen wir unseren Darm stärken und unseren Körper nähren möchten.

Umso erstaunlicher ist es, dass wir über die Qualität dieses Wassers häufig deutlich weniger nachdenken als über die Qualität unserer Lebensmittel.

Warum Wasser für deine Darmgesundheit so wichtig ist

Unser Körper besteht zu einem großen Teil aus Wasser – je nach Alter und Körperzusammensetzung zu etwa 60 bis 70 Prozent. Es ist Bestandteil jeder einzelnen Zelle und an nahezu allen Stoffwechselprozessen beteiligt.

Unter anderem unterstützt Wasser

  • den Transport von Nährstoffen
  • die Bildung von Verdauungssäften
  • die normale Funktion von Nieren und Darm
  • den Abtransport von Stoffwechselprodukten
  • die Regulation der Körpertemperatur

Gerade im Rahmen der GAPS-Ernährung spielt Wasser deshalb eine besondere Rolle. Es begleitet uns weit über das reine Trinken hinaus und ist ein fester Bestandteil vieler Anwendungen innerhalb des GAPS-Konzepts – von Fleischbrühen und fermentierten Lebensmitteln bis hin zu Einläufen oder Entgiftungsbädern.

Wenn wir so viel Wert auf die Qualität unserer Ernährung legen, erscheint es nur konsequent, auch einmal einen Blick auf unser Trinkwasser zu werfen.

Warum Wasserqualität heute wichtiger ist denn je

Unsere Umwelt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Gleichzeitig hat sich auch unser Wissen über Wasser weiterentwickelt.

Moderne Analysemethoden können heute Stoffe nachweisen, die früher gar nicht messbar waren. Dadurch wissen wir heute deutlich mehr über unser Trinkwasser und den natürlichen Wasserkreislauf als noch vor einigen Jahrzehnten.

Wichtig ist dabei auch, dass die Trinkwasserverordnung nur die Stoffe und Parameter regelt, die derzeit gesetzlich überwacht werden. Nicht alle Stoffe, über die heute diskutiert wird, gehören bereits zur routinemäßigen Überwachung. Für Mikroplastik stehen bislang noch keine standardisierten Verfahren für eine routinemäßige Überwachung zur Verfügung. Für PFAS wurden dagegen inzwischen gesetzliche Grenzwerte eingeführt. Das bedeutet, dass diese Stoffe bis zu den festgelegten Grenzwerten im Trinkwasser zulässig sind.

Unabhängig davon kommen kontinuierlich neue chemische Stoffe hinzu. Wissenschaft, Wasserversorger und Behörden beschäftigen sich deshalb laufend mit der Frage, wie sich diese Stoffe auf Mensch und Umwelt auswirken und wie sie bewertet werden können.

Das zeigt vor allem eines: Wasserqualität ist heute deutlich komplexer geworden als noch vor einigen Jahrzehnten. Gerade deshalb lohnt es sich, sich mit diesem Thema etwas genauer auseinanderzusetzen.

Welche Stoffe können heute im Wasserkreislauf vorkommen?

Je nach Region und Umweltbedingungen können unterschiedliche Stoffe in unseren Wasserkreislauf gelangen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone
  • Pestizid- und Pflanzenschutzmittel
  • PFAS (sogenannte „Ewigkeitschemikalien“)
  • Mikroplastik
  • Schwermetalle

Diese Stoffe gelangen auf ganz unterschiedlichen Wegen in die Umwelt. Arzneimittel werden beispielsweise vom Körper nicht vollständig abgebaut und über das Abwasser ausgeschieden. Andere Stoffe stammen aus der Landwirtschaft, der Industrie oder unserem täglichen Leben.

Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass Arzneimittelrückstände inzwischen nahezu flächendeckend in Oberflächengewässern nachgewiesen werden. Da Kläranlagen viele dieser Stoffe nicht vollständig entfernen können, gelangen sie vereinzelt auch ins Grund- und Trinkwasser.

Natürlich bedeutet das nicht, dass sich all diese Stoffe automatisch im eigenen Leitungswasser befinden. Es zeigt jedoch, dass Wasserqualität heute deutlich mehr umfasst als die Frage, ob Wasser klar aussieht und gut schmeckt.

Quelle: Umweltbundesamt – Arzneimittelrückstände in der Umwelt

Warum sich ein genauer Blick auf das eigene Trinkwasser lohnt

Umweltbelastungen lassen sich heute kaum vollständig vermeiden. Wir atmen Luft ein, essen Lebensmittel und kommen täglich mit unterschiedlichsten Stoffen in Kontakt. Vieles davon können wir nur begrenzt beeinflussen.

Beim Trinkwasser ist das anders. Hier haben wir die Möglichkeit, mit vergleichsweise wenig Aufwand selbst etwas zu verändern. Genau das macht dieses Thema so interessant.

Viele Menschen investieren bewusst in hochwertige Lebensmittel. Sie kaufen Bio-Gemüse, achten auf die Herkunft ihres Fleisches und verzichten auf stark verarbeitete Produkte, weil sie ihren Körper bestmöglich unterstützen möchten.

Gleichzeitig wird das Lebensmittel, das wir wahrscheinlich am häufigsten zu uns nehmen, häufig kaum hinterfragt: unser Wasser.

Wenn wir bei unserer Ernährung so genau hinschauen, warum sollten wir ausgerechnet beim Wasser aufhören?

Leitungswasser, Flaschenwasser oder Wasserfilter?

Wer beginnt, sich intensiver mit dem Thema Wasser zu beschäftigen, merkt schnell, dass es keine einfachen Antworten gibt.

Viele gehen zunächst davon aus, dass Flaschenwasser automatisch die bessere Wahl ist. Tatsächlich ist das Thema deutlich komplexer. Leitungswasser und Flaschenwasser unterliegen unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben und lassen sich deshalb nicht einfach miteinander vergleichen.

Hinzu kommt ein riesiger Markt an Filtersystemen. Filterkannen, Aktivkohlefilter, Ultrafiltration oder Umkehrosmose – nahezu jeder Hersteller wirbt mit der besten Lösung. Für Laien ist es deshalb kaum möglich, die Unterschiede fachlich richtig einzuordnen.

Bei der Auswahl eines Filters spielen viele Faktoren eine Rolle – beispielsweise die Filtertechnik, die Hygiene der Anlage oder die Frage, ob das Wasser anschließend remineralisiert werden soll. Genau deshalb halte ich eine unabhängige Beratung für sinnvoller als pauschale Empfehlungen. So findet jeder die Lösung, die zu den eigenen Bedürfnissen und zur persönlichen Situation passt.

Mein persönlicher Tipp

Je intensiver ich mich mit dem Thema Wasser beschäftigt habe, desto deutlicher wurde mir, wie komplex und unübersichtlich der Markt inzwischen geworden ist. Deshalb möchte ich bewusst keine pauschale Empfehlung für ein bestimmtes Filtersystem aussprechen. Mir war wichtig, jemanden zu finden, der das Thema unabhängig betrachtet und nicht einfach eine bestimmte Anlage empfiehlt.

Wenn du dich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchtest und eine unabhängige Beratung suchst, kann ich dir Mathias Hofstädter von Lebenselixier Wasser empfehlen. Seine sachliche und differenzierte Herangehensweise schätze ich sehr. Statt pauschal eine bestimmte Anlage zu empfehlen, nimmt er sich Zeit für eine individuelle Beratung und sucht gemeinsam mit seinen Kunden nach einer passenden Lösung.

Mein Fazit

Wasser ist weit mehr als nur ein Durstlöscher.

Es begleitet uns den ganzen Tag und gerade deshalb lohnt es sich, diesem Lebensmittel dieselbe Aufmerksamkeit zu schenken wie unserer Ernährung.

Wir können Umweltbelastungen nicht vollständig vermeiden. Beim Trinkwasser haben wir jedoch die Möglichkeit, mit vergleichsweise wenig Aufwand selbst Einfluss auf die Qualität zu nehmen.

Für mich gehört Wasser deshalb genauso zu einem bewussten Lebensstil wie naturbelassene Lebensmittel, regelmäßige Bewegung und guter Schlaf.

Fragen und Antworten

Deutschland verfügt über eine gute Trinkwasserversorgung und das Leitungswasser wird regelmäßig kontrolliert. Die Trinkwasserverordnung legt fest, welche Stoffe und Parameter überwacht werden. Gleichzeitig entwickelt sich unser Wissen über Wasser kontinuierlich weiter. Neue Stoffe rücken in den Fokus der Forschung, Bewertungsmaßstäbe ändern sich und gesetzliche Vorgaben werden angepasst. Genau deshalb beschäftigen sich heute immer mehr Menschen intensiver mit der Qualität ihres Trinkwassers und der Frage, ob eine zusätzliche Filterung sinnvoll sein kann.

Je nach Region können unter anderem Arzneimittelrückstände, Hormone, Pestizide, PFAS, Schwermetalle oder Mikroplastik eine Rolle spielen. Welche Stoffe tatsächlich vorkommen, hängt von vielen Faktoren ab.

Nicht unbedingt. Leitungswasser und natürliches Mineralwasser unterliegen unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben und können deshalb nicht direkt miteinander verglichen werden. Auch Flaschenwasser ist nicht automatisch die bessere Lösung.

Aus meiner Sicht: Ja. Gerade im Rahmen der GAPS-Ernährung gehört ein hochwertiger Wasserfilter für mich genauso zu einer bewussten Ernährung wie gute Lebensmittel.

Welches Filtersystem am besten zu dir passt, hängt jedoch von vielen Faktoren ab. Deshalb halte ich eine individuelle Beratung für sinnvoller als pauschale Empfehlungen.

Als grobe Orientierung werden häufig 30 bis 35 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht und Tag empfohlen. Bei einem Körpergewicht von 70 kg entspricht das etwa 2,1 bis 2,5 Litern täglich. Der tatsächliche Bedarf hängt jedoch unter anderem von Bewegung, Ernährung und Umgebungstemperatur ab. Gerade bei GAPS spielt aus meiner Sicht nicht nur die Trinkmenge, sondern auch die Qualität des Wassers eine wichtige Rolle.

Weiterführende Informationen

Wenn du dich intensiver mit dem Thema Wasser beschäftigen möchtest, findest du hier einige Quellen, die ich bei meiner Recherche hilfreich fand:

Die Informationen in diesem Blog dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, bevor Sie Änderungen an Ihrer Ernährung, Ihren Nahrungsergänzungsmitteln oder Ihrem Lebensstil vornehmen – insbesondere, wenn Sie an einer Krankheit leiden oder Medikamente einnehmen. Einige Blogbeiträge enthalten möglicherweise Affiliate-Links zu Produkten, die ich persönlich verwende, denen ich vertraue und die ich im Rahmen des GAPS-Ernährungsprotokolls empfehle. Bitte beachten Sie, dass nicht alle Links Affiliate-Links sind.